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Was bedeutet die Insolvenz von Wirecard für mich als ETF-Investor?

  • Lesezeit 2 Min.
Chris

Dipl.-Ingenieur, Developer, #Buy-and-Hold #ETF #Investor, Freelancer, Lerner

Insolvenz

Im Folgenden besprechen wir drei Learnings aus der blamablen Insolvenz von Wirecard für Deine Geldanlage.
Aus meiner Sicht ist die Wirecard-Insolvenz wirklich ein absoluter Krimi, der kein gutes Licht auf das deutsche Finanzsystem wirft. Trotz zahlreicher Prüfungen und Vorschriften, ist es der Aufsicht und den Wirtschaftsprüfern nicht gelungen, das falsche Spiel zu durchschauen.

Einige gute Hintergrundrecherchen zu dem Thema sind auch in der Dokumentation der ARD zum Fall Wirecard enthalten.

Schauen wir aber nun an, was wir aus dem Debakel für unsere Geldanlage lernen können.

Was wir lernen..

  1. Nicht entmutigen lassen
  2. Niemals alles auf eine Karte setzen
  3. Auch die Weisheit der Profis ist beschränkt

Nicht entmutigen lassen

Wenn Du wie ich langfristiger Investor bist, musst Du immer damit rechnen, dass einzelne Firmen einmal pleite gehen im Laufe der Zeit. Dies ist ein ganz natürlicher Auslese-Prozess (sicherlich mit dem aktuellen Effekt, dass “Zombie-Firmen” aufgrund des billigen EZB-Geldes länger überleben, aber am grundlegenden Trend ändert dies nichts).

Die Liste der bisherigen Pleiten ist endlos lang, darunter etliche bekannte Unternehmen wie Arcandor, Air Berlin, Thomas Cook, uvm.
Das ist auch vollkommen logisch, da sich jedes Geschäftsmodell und jeder unfaire Vorteil eines Unternehmens irgendwann einmal überlebt hat. Das wird eines Tages auch Amazon passieren. Davon sollten wir uns also bei der Geldanlage nicht entmutigen lassen.

Niemals alles auf eine Karte setzen

Deshalb ist die Diversifikation Deines Portfolios so extrem wichtig, der ETF kann also gar nicht breit genug streuen.
Im MSCI World bspw. hatte Wirecard am 30.6.2019 einen Anteil von 0,05 % – das fällt dann überhaupt nicht ins Gewicht.
Es sei aber erwähnt, dass es auch im MSCI World Index Ausnahme-Firmen wie Amazon, Apple, Facebook mit relativ hohem Gewicht gibt.

Natürlich musst Du auch aufpassen, dass es in Deinem Portfolio nicht zu großen Ungleichgewichten kommt. In diesem Artikel zeige ich Dir wie Du Überschneidungen in Deinem Portfolio prüfst.

Auch die Weisheit der Profis ist beschränkt

Fast schon beruhigend ist aber zu sehen, dass es die Profis auch meist nicht besser als wir Privatanleger wissen. Wie sonst ist beispielsweise der Fall des hohen Anteils von Wirecard in den DWS-Fonds zu erklären?

Also flossen hier wohl auch keine Insider-Informationen (und wenn dann falsche) oder sonstige Deals, zu denen wir Privatanleger keinen Zugriff haben. So soll Börse sein!

Disclaimer: Meine kostenlosen und freien Recherchen stellen meine persönliche Meinung dar und sind in keinster Weise eine Anlageempfehlung. Sie werden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, aber sie können trotzdem ganz oder teilweise falsch sein. Daher übernehme ich keinerlei Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Basis der hier vermittelten Informationen getroffen werden. Des Weiteren erhebt diese Website keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität.
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